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Demo Auction  -  04.08.2021 17:09
"LiveAuction" & Prebidding

Lot 1020
Obol (1/12 Stater) um 100/50 v. Chr. in Pannonien. 0.80 g. Vs.: Fast unkenntlich aufgelöster Kopf einer Frau n. r. Rs.: Frau mit langem Haar steht mit in die Hüfte gestemmter Linker in herrscherlicher Positur n. l. Slg. Lanz - ; Göbl, OTA - ; Paulsen - ; Ziegaus - ; Castelin - . RRR!

Leichte Tönung, vz
; KELTEN; BÖHMEN UND SLOWAKEI; BOIER
; CELTS; BÖHMEN UND SLOWAKEI; BOIER


Als Vorlage könnte der seltene Zwölftelstater Ziegaus 694 aus Transsilvanien gedient haben. Als Emittent kommen diejenigen Boier in Betracht, die, germanischem Druck ausweichend, von Böhmen nach Osten zogen, in Oberpannonien heimisch, jedoch vom Dakerkönig Burebista geschlagen wurden (Strabon 7, 3. 11; 7,5. 2; 7,4. 6). Seitdem siedelten sie im Norden von Oberpannonien (Ptol. 2, 14. 2). Ähnlich gestaltet wie das auf Kleinmünzen der Boier so häufige Doppelkugelpferd ist hier ein unbekanntes und für die keltische Bilderwelt geradezu sensationelles Bild einer Göttin zu bestaunen. Vermutlich war Rigani gemeint, die Herrscherin, deren Fest der heiligen Hochzeit mit dem Gott Tutanos (westkeltisch Teutates) bei den Ostkelten jeweils am 10. Juni, etwa zehn Tage vor der Sommersonnenwende, gefeiert wurde (bezeugt für Kroatien). Ein Parallelstück in: Gorny & Mosch 219, 2014, 6.
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